Die Bienenunterstützer: Seifenblasen helfen bei der Bestäubung von Blüten.

Aktualisiert: Juni 28

Egal ob Obstbäume, Erdbeeren oder Tomaten: Auf die Bestäubung durch Insekten sind rund 75 % Nutzpflanzen angewiesen. Doch Bienen und Co sind selten geworden. So selten, dass in einigen Regionen per Hand bestäubt werden muss. Das ist jedoch zum einen sehr aufwändig und führt zum anderen zu Einbußen bei den Erträgen.

Not macht daher erfinderisch. So auch zwei Forscher am Japan Advanced Insitute of Science and Technology in Nomi. Wo also z. B. die Bienen rar sind, könnten künftig Seifenblasen helfen. Denn die Blasen transportieren Pollen zu den Blüten und können diese erfolgreich befruchten. Das bestätigt ein ein Experiment, das zum Verteilen der Seifenblasen eine einfache „Bubble Gun“, aber auch eine Drohne nutzte. Damit sei diese „Blasenbestäubung“ eine günstige und einfache Alternative zur aufwändigen Handbestäubung.


Die Oberfläche der Seifenblase ist von Pollen angereichert, wenn diese zuvor der Seifenlösung zugefügt wurden. Landet eine dieser Seifenblasen auf einer Blüte, übertragen sich die Pollen von der Blasenmembran auf den Stempel und es kann eine Bestäubung stattfinden. Dass die Seifenblase trotz Pollenfracht lange genug stabil bleibt dafür sorgen Tenside. Fünf davon wurden getestet und eine 0,4-prozentige Lösung des synthetischen Tensids Lauramidopropyl Betain (A-20AB) als das mit den besten Eigenschaften erkannt. Es bildet sowohl stabile Seifenblasen und schadet den Pollen nicht.


Die Forscher füllten dann ihre Bubble Guns mit einer Seifenlösung mit Birnenpollen und besuchten eine in Blüte stehende Birnen-Plantage. Sie „beschossen“ damit die Blüten mit jeweils rund 2.000 Pollenkörner je Seifenblase.

„16 Tage, nachdem wir die Seifenblasen auf die Zielblüten gebracht hatten, bildeten sich die ersten jungen Früchte“,

berichten Miyako und Yang.

Schon wenige Blasen reichten aus, um einen solchen Effekt zu erzielen. Die Rate der erfolgreichen Bestäubungen soll nach Angaben der Forscher bei rund 95 Prozent liegen – ebenso hoch wie bei der Handbestäubung.


Einsatz per Drohne


Die Seifenblasen können sogar per Drohne verteilt werden. Die Forscher rüsteten dazu einen Quadrocopter mit einem automatischen Blasenmacher aus. Dieser wurde mit der Pollen-Seifenlösung befüllt. Um zu verhindern, dass die Seifenbalsen durch die Propeller der Drohne nicht zerstört werden, wurde die Lösung mit zwei Prozent Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) als Stabilisator ergänzt.


In rund zwei Meter Höhe flog die GPS-gesteuerte Bestäuberdrohne über blühende Lilien hinweg und setze dabei rund 5.000 Seifenblasen pro Minute frei. Trotz des Propeller-Winds landeten genug Seifenblasen auf den Blumen. Bis zu zu 90 Prozent der Lilien wurden bestäubt, wie die Forscher berichten. Am höchsten war die Erfolgsrate dabei, wenn die Drohne nicht mehr als rund zwei Meter pro Sekunde zurücklegte.


Quelle: scinexx


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