Bierbrauen wird klimafreundlicher

Neben vielen anderen Unternehmen, dem Verkehr und Stromerzeugern wird auch beim Brauen eines Biers Kohlendioxid freigesetzt. Eine neue Methode zur Rückgewinnung könnte die Freisetzung erheblich einschränken.


In einem mittelständischen Brauereibetrieb mit einer Produktion 200.000 Hektoliter Bier werden im Schnitt rund 200.000 Tonnen CO2 in die Luft geblasen. Das Treibhausgas entsteht während des alkoholischen Gärprozesses. Gleichzeitig muss eine Brauerei wiederum Kohlensäure – also CO2 – zusetzen. Und das nicht nur in den Getränken, sondern auch zur Reinigung der Flaschen.

Während Großbrauereien bereits längst einen sich auch kostenmäßig lohnenden technischen Aufwand zur Zurückgewinnung betreiben, ist dies bisher für viele mittelständische Betriebe finanziell zu aufwendig und damit nicht wirtschaftlich. So blieb es leider nicht aus, das auf der einen Seite CO2 in Luft abgegeben, auf der anderen Seite wieder teuer in Gasflaschen eingekauft wird.


Mit diesem Thema haben sich nun Forscher der Uni Bayreuth auseinandergesetzt. Sie haben nun eine Methode entwickelt, die es auch kleineren und mittleren Betrieben ermöglicht das bei der Produktion erzeugte CO2 zurückzugewinnen.


Sie nennen es „adsorptive Rückgewinnung von CO2 aus Spül- und Vorspannprozessen“ und testen dies in der Neumarkter Brauerei „Lammsbräu“. Bernd Rosemann vom Lehrstuhl für Umweltgerechte Produktionstechnik der Universität Bayreuth und Projektleiter bewerte die ersten Ergebnisse sehr positiv:

„Unser Verfahren gewinnt CO2 nachhaltig, regenerativ und wirtschaftlich.“

Nach ersten Berechnungen ergäbe sich für die Betriebe eine Kosteneinsparung um etwas mehr als 30 % im Vergleich zum Zukauf von Kohlendioxid. Europaweit gibt es rund 1.750 solcher Betriebe, davon in Deutschland rund 260. Diese Betriebe könnten dann nicht nur wirtschaftlich profitieren, sondern würden damit auch vermeiden, dass deutlich weniger Treibhausgas emittiert werde.


Noch könne auf den Zukauf von CO2 nicht ganz verzichtet werden. Daher sind die Bayreuther Forscher um Bernd Rosemann erst dann zufrieden, wenn weitere Erkenntnisse das Pilotprojekt noch effizienter arbeiten lässt.

„Unser Ziel ist es“, so sagt Rosemann, „die CO2-Freisetzung bei der Produktion von Bier um bis zu 80 Prozent zu senken.“

In diesem Zusammenhang auch interessant: Aus Brauereiabfällen kann wertvoller Kohlenstoff gewonnen werden.

Quelle: WELT online


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