Drachen, die Strom erzeugen.

Nein, es sind keine Feuer speienden Drachenungeheuer aus Sagen und Märchen, sondern einfach nur Stoffdrachen, wie sie von Kitern, Paragleitern oder Fallschirmspringer genutzt werden. Und damit lässt sich tatsächlich Strom erzeugen.

Gleitschirm; Symbolbild (Pixabay, lizensfreie Bilder)

Es muss nicht immer ein großes Windrad sein. Ein erstaunliches System der deutschen Firma SkySails zeigt, dass auch mit einem Stück Stoff – zugegeben ein etwas größeres Stück ist es schon – ganz schön viel Wind eingefangen und genutzt werden kann. Dabei verspricht dieses System sogar eine höhere Energieausbeute und soll zudem günstiger und auch leiser als Windkraft sein.


Windkraft in Deutschland stellt annähernd 20 % des erzeugten Stroms zur Verfügung. Die Produktion, das Aufstellen und die Entsorgung von Windrädern ist jedoch immer noch kostspielig. Die Alternative von SkySails soll dies alles effizienter schaffen.


Zur Stromproduktion zieht ein Drachen mit der Kraft beim Steigen ein Seil von einer Wind ab. Die Winde treibt einen Generator an, der den Strom produziert. Ist bei der Stromerzeugung ein definierter Höchststand erreicht, wird der Drachen in eine luftwiderstandsfreiere Position gebracht und mit einem geringen Anteil der zuvor erzeugten Energie wieder eingeholt. Der Vorgang wiederholt sich bei Bedarf.


Stephan Wrage, Geschäftsführer von SkySails, führt weiter folgendes aus: Windturbinen arbeiten in einer Höhe zwischen 70 bis 120 m. Damit arbeiten sie in einer 200 m breiten Grenzschicht, in der die Windstärke von der Erdoberfläche abgebremst wird. Mit den Drachen seien jedoch Höhen bis 800 m möglich. Sie nutzen daher den Wind oberhalb der für Windräder unerreichten Höhen. Windstille Tage sollten damit der Vergangenheit angehören. Denn in diesen Höhen soll an 330 Tagen Wind zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Technologie sehr schnell und an jedem Ort realisierbar sei. Mit mobilen Systemen können abgelegene Orte oder einsame Inseln im Meer in Zukunft so günstig mit Strom versorgt werden.


In Einsatz kommen sollen in diesem Jahr Drachen mit einer Fläche zwischen 90 und 120 m², die bis zu 400 m steigen und dabei 200 kW Leistung erzeugen. Für die Zukunft plant SkySails jedoch schon mit Drachen, die ein Fläche von bis zu 400 m² haben und in noch höheren Luftschichten eingesetzt werden sollen.

„Bei den Kosten pro erzeugter Kilowattstunde schlagen wir nicht zuletzt aufgrund der geringeren Investitionskosten die klassische Windkraft. Wir sehen unsere Technologie aber nicht als Konkurrenz, sondern eher als Ergänzung“,

sagt Wrage.


Quelle: futurezone


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