Eisenbahnwärme soll in diesem Winter in die Häuser Londons umgeleitet werden

Mit der Nothern Line - oder der "Tube" - gelangt man in Nord-Süd-Richtung quer durch London. Nun werden einige Nord-Londoner nicht nur vom Bahnfahren profitieren. 36 der insgesamt 50 Haltstellen liegen im Untergrund. Durch Ableitung der Wärme aus dem Untergrund sorgt eine Initiative bis Ende des Jahres dafür, dass die von der Northern Line erzeugten Wärme Hunderte von Häusern und Geschäften in Islington zu beheizen wird.

Das Projekt gehört zu einem bereits laufende Plan der darauf ausgerichtet ist, kostengünstige, kohlenstoffarme Wärme – z. B. die "Abwärme" der Eisenbahn – zu nutzen. Es wird erwartet, dass ca. 450 Haushalte in Islington diesem Winter nun die Abwärme der Bahn nutzen können. Bereits heute werden durch das Islington-Wärmenetz rund 700 Haushalte, Schulen und ein Freizeitzentrum der Stadt mit Abwärme versorgt, die im Bunhill Energy Center bei der Stromerzeugung anfällt.


Die Greater London Authority hat berichtet, dass etwa 38 Prozent des Wärmebedarfs in der Stadt durch Abwärme gedeckt werden könnten. Die Nutzung alternativer Optionen der erneuerbaren Wärme ist nach der Entscheidung der britischen Regierung, Gaskessel bis 2025 aus Neubauten zu verbannen, immer wichtiger geworden.


Tim Rotheray, Direktor der Association for Decentralized Energy, sagte dem Guardian, dass die Nutzung von Abwärme als alternative und kostengünstige Option im Kampf gegen den Klimawandel an Fahrt gewinnen.

"Fast die Hälfte der in Großbritannien verbrauchten Energie wird für Wärme verwendet, und ein Drittel der britischen Emissionen stammt aus der Heizung",

sagte Rotheray.

"Da die Regierung erklärt, dass wir innerhalb von 30 Jahren klimaneutral sein müssen, müssen wir einen Weg finden, den Kohlenstoff aus unserem Heizsystem zu entfernen. Die Chance, die sich der dezentralen Energiegemeinschaft eröffnet hat, ist die Idee, Abwärme zu nutzen und vor Ort zu nutzen."

So kommen neben der Eisenbahn weitere Wärmequellen aus einigen ungewöhnlichen Orten im ganzen Land. So solle auch die Abwärme aus Fabriken, Kraftwerken, Flüssen und stillgelegten Bergwerksschächten genutzt werden. Nehmen wir zum Beispiel die Zuckerfabrik in Wissington, Norfolk. Hier wird die zusätzliche Wärme aus dem Kochen von Sirup in ein Gewächshaus gepumpt, in dem medizinisches Cannabis angebaut wird.


Quelle: The Guardian


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