Elektronik ist gut - und was, wenn's nicht mehr funktioniert? Weg damit...!?

Pro Jahr fallen laut Global E-Waste Monitor weltweit über 44 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Und nicht nur die Anzahl an elektronischen Geräten nimmt weltweit zu. Auch der Lebenszyklus vieler Geräte verringert sich. Der Berg an Elektroschrott nimmt also stetig immer weiter zu. Das Problem: Neben Geräten zur Zerkleinerung des Materials benötigen Recycling-Firmen teure, giftige Chemikalien, um Edelmetalle heraus zu lösen.

Tomohiko Yamashita von der Graduate School of Science and Technology der Kumamoto University berichtet, dass lediglich 20% des gesamten Elektroschrotts recycelt und damit 80 % auf Deponien entsorgt würden. Dies sei auch eine Verschwendung wertvoller Ressourcen So rechnet auch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI ab 2030 bereits mit Engpässen bei seltenen Metallen.


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Japanischen Forscher zeigen nun, dass es auch anders geht. Die Alternative heißt gepulste elektrische Entladung. So konnten die Forscher im ersten Schritt zeigen, dass mit Hilfe von Impulsen mit entsprechender Kraft (in Joule gemessen) eine vollständige Trennung zwischen Metall und Kunststoff bei CD-ROMs möglich ist. Für 100 CD-ROMs fielen dabei rund 33 Cent Kosten an. Im nächsten Schritt ging es um die Frage, welche Mechanismen bei der Trennung ablaufen.

„Unser Projekt hat gezeigt, wie wichtig Stoßwellen sind, wenn Impulsenergie zur Materialentfernung und -trennung beim Recycling von Elektroschrott eingesetzt wird“,

fasst Hamid Hosano zusammen. Der Professor an der Graduate School of Science and Technology der Kumamoto University ergänzt:

„Wir glauben, dass unsere Daten für die Entwicklung künftiger Recyclingprojekte wichtig sein werden.“

Bis zur Umsetzung im großen Stil wird sicherlich noch etwas Zeit vergehen. Der Bedarf an diesem neuen Verfahren jedenfalls ist groß. Den zum einen gehen die Ressourcen der wertvollen Seltenerdemetallen zur Neige. Zum anderen enthalten vielen Elektrogeräte Blei, Arsen, Cadmium und Quecksilber. Und je nach Alter der Geräte kommen polybromierte Biphenyle, PVC, chlorierte, bromierte und gemischt halogenierte Dioxine hinzu. Diese Stoffe gilt es, fach- und sachgerecht sowie die Umwelt schonend zu entsorgen.


Denn leider exportieren immer noch viele Länder Teile ihres Elektroschrotts in Schwellen- und Entwicklungsländer. Dort werden die Geräte mit einfachsten Mitteln (Hammer und Zange) zerlegt. Um an die wertvollen Metalle zu kommen, verbrennen die Arbeiter - oft sind es auch Kinder - die Reste im Freien - und schaden damit sich selbst und der Umwelt.


Quelle: ingenieur.de


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