Glyphosat-Verbot: EU-Land Österreich verbietet im nationalen Alleingang den Einsatz von Glyphosat

Der Nationalrat in Österreich hat am 02.07.2019 den Einsatz von Glyphosat als Unkrautvernichter mit großer Mehrheit verboten. Greenpeace spricht in diesem Zusammenhang von einem „historischen Meilenstein“. Der Wirkstoff Glyphosat steht in Verdacht, krebserregend zu sein. In Nordamerika wurde das Herbizid der Firma Monsanto - heute eine Tochter der Bayer AG - unter dem Namen Roundup in Verkehr gebracht. Seit Auslaufen des Patentschutzes wird Glyphosat zwischenzeitlich in Produkten vieler anderer Anbieter eingesetzt.

Der Wirkstoff ist sehr umstritten, spätestens seit eine Unterbehörde der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahre 2015 Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einstufte. Die Bayer AG wird in den USA mit einer Klagewelle wegen möglicher Gesundheitsschäden konfrontiert. Zuletzt unterlag Bayer in einem Prozess, in dem es um die Krebserkrankung eines Paares ging, und soll nun Schadensersatz in Höhe von umgerechnet 1,78 Milliarden Euro zahlen. Es war bereits der dritte Schuldspruch innerhalb weniger Monate. Zwischenzeitlich reichten die Rechtsanwälte der Bayer-Tochter Monsanto bei der zuständigen Richterin Anträge mit dem Ziel ein, die milliardenschweren Urteile aufheben zu lassen.


In der Pflanzenschutzverordnung der Europäischen Union ist der Einsatz von Glyphosat noch bis Ende 2022 erlaubt. Mitgliedsländer können daher nur in absoluten Ausnahmefällen ein Verbot von EU-weit freigegebenen Produkten und Wirkstoffen erlassen.


Unter diesem Aspekt und aufgrund der noch offenen und anhängigen Klagen – derzeit sind in Amerika rund 13.400 Klagen angereicht – erscheint das österreichische Verbot einmal mehr als mutig und zeugt von Respekt den Menschen und der Umwelt gegenüber.

Nun liegt die Entscheidung in den Händen der EU-Kommission. Sie kann nun binnen drei Monaten Einspruch erheben – oder auch nicht.

Die EU-Kommission hat jedoch in der Verordnung auch die Möglichkeit nationaler Verbote in Ausnahmefällen zugesichert. Ein Versprechen, dass es nun zu halten gilt.

Meine persönliche Meinung:


Drücken wir dem Land Österreich die Daumen und hoffen darauf, dass das Verbot seitens der EU akzeptiert wird. Und darauf, dass diese Maßnahme dann auch für andere Ländern Beispiel gebend sein wird.


Allein schon der Verdacht eine Gesundheitsschädigung sollte Grund genug sein, eine Entscheidung für die Gesundheit der Menschen zu treffen.


Quellen: Manager-Magazin, Süddeutsche Zeitung


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