Island – forstet weiter auf

Im neunten Jahrhundert war Island mit einem Viertel mit Wald bedeckt. Jedoch brauchten die Siedler damals dringend Holz. So reduzierte sich der Baumbestand innerhalb eines Jahrhunderts um 97 %. Eine Auswirkung, die auch noch heute die Insel belastet: Lediglich knapp 2 % der Landfläche Islands sind mit Bäumen bedeckt. Doch das ändert sich jetzt wieder.

Die Temperaturen auf der Insel sind vergleichsweise niedrig und viele Vulkane bringen regelmäßig Asche aus und der Boden ist sehr stickstoffarm, daher haben es Bäume nicht ganz so einfach. Das alles hat zur Folge, dass es mit der Birke nur eine heimische Baumart gibt und zum anderen die Bäume deutlich langsamer wachsen.


Selbstverständlich haben Bäume auf Island denselben positiven Effekt wie überall auf der Erde. Sie nehmen CO2 auf und können die Erosion der Böden stoppen. Daher hat Island bereits vor 50 Jahren einen Forstdienst gegründet. Dieser beschäftigte sich im staatlichen Auftrag damit welche Baumarten für eine Aufforstung Island geeignet seien. Dazu legten sie einen Wald aus verschiedenen Setzlingen an und beobachteten, welche Bäume sich am besten entwickeln. Neben der heimischen Birke sind dies Kiefern und Pappeln.


Drei Millionen Bäume in vier Jahren


Am Ende also sollte in Island keine Monokultur aus Birken entstehen, vielmehr eine Mischung aus verschiedenen Bäumen. Denn dies erhöht zum einen die CO2-Aufnahme und steigert gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der neuen Wälder gegen Dürren oder Stürme. Seit dem Jahr 2015 wurden so in Island bereits rund drei Millionen Bäume gepflanzt. Würde man diese alle nebeneinander stellen, entspräche dies in etwa einer Fläche von 1.000 Hektar. Um die Größe besser einschätzen zu können: Island selbst ist rd. 10.300.000 Hektar groß.

Island will auch in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter aufforsten.


Das Crowther Lab (auch über die Homepage der ETH Zürich zu erreichen) zeigt für Island auf, dass auch dort Baumbestände eine Landflächenabdeckung - je nach Lage – in einem hohen zweistelligen %-Wert erreichen können. Die ETH Zürich hat mit der Veröffentlichung zum Wiederaufforstungspotenzial der Erde auf sich aufmerksam gemacht.


Quellen: ETH Zürich, Crowther Lab, Trends der Zukunft


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