Kinder: Toben im Freien ist Schutz für die Seele

Aktualisiert: Juni 6

Pädagogen sind überzeugt: Kinder brauchen die Natur. Denn das Toben im Freien schult nicht nur die Motorik, sondern fördert auch die Kreativität und regt Fantasie an. Je früher der Kontakt zur Natur, desto besser. Denn wer bereits von Kindesbeinen an viel draußen ist, dem scheint es im Erwachsenenalter seelisch besser zu gehen. Kindliche Naturerlebnisse fördern vermutlich die mentale Gesundheit. Das zumindest legt eine Studie nahe.


Balsam für die Seele: Die Natur.

Sie ist ein regelrechter Seelentröster, unsere Natur. Dabei spielt es keine Rolle, ob Wald, Stadtpark oder Garten – jede Bewegung im Grünen verbessert das psychische Wohlbefinden. Das konnten Umweltpsychologen in den letzten Jahren immer wieder feststellen. In der Natur entspannen wir uns, wir kommen zur Ruhe, der Herzschlag ist messbar langsamer und die Muskeln entspannen. Das ist jedoch nicht alles. Unserer körperlichen Gesundheit tut sowohl der Stressabbau als auch die Bewegung in der Natur gut. Besonders in stadtnahen Lebensbereichen zeigt sich dies deutlich. Studien zeigen deutlich: je mehr Grün die in der Stadt lebenden Menschen im direkten Umfeld haben, umso wen weniger leiden sie an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Bluthochdruck.


Wie sich nun der Aufenthalt im Freien in der Kindheit auf bestimmte Erkrankungen im Erwachsenenalter auswirken, sind Myriam Preuss von der Universität Maastricht und ihre Kollegen nachgegangen.


Dafür werteten sie Daten von 3585 Erwachsenen aus Spanien, den Niederlanden, Litauen und Großbritannien aus. Die Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler Daten von 3585 Erwachsenen aus Spanien, den Niederlanden, Litauen und Großbritannien aus. Die Testpersonen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren wurden dazu befragt, wie oft sie als Kind in der Natur gewesen waren – zum Beispiel beim Wandern im Wald oder Spielen im Hinterhofgarten. Das Team untersuchte auch die mentale Gesundheit der Teilnehmer mithilfe von psychologischen Tests.


Auch prüften Preuss und ihre Kollegen mithilfe von Satellitenaufnahmen, von wie viel Grün die Probanden derzeitigen umgeben waren. Ihre Analysen offenbarten: Wer sich als Kind selten in Naturräumen aufhielt, schnitt bei der mentalen Gesundheit schlechter ab. Interessanterweise sprachen diese Personen der Natur bei Befragungen auch eine geringere Bedeutung zu, wie die Forscher berichten.

„Dies legt nahe, dass der Kontakt zur Natur in der Kindheit sehr wichtig ist – sowohl für die Entwicklung einer naturverbundenen Einstellung als auch für einen gesunden Seelenzustand im Erwachsenenalter“,

erläutert Co-Autorin Wilma Zijlema vom Barcelona Institut für globale Gesundheit.


Nichts wie raus in die Natur!


Zwar könne ein kausaler Zusammenhang nicht aufgezeigt werden, jedoch scheinen die Umweltreize die Gehirnentwicklung positiv zu beeinflussen und damit auf lange Sicht die mentale Gesundheit. Um die Ergebnisse und die grundlegenden Erkenntnisse zu bestätigen seien weitere Studien erforderlich.


Doch egal, wie und warum: Angesichts der bisherigen Erkenntnisse plädieren die Forscher dafür, Kindern den Zugang zu Naturräumen zu erleichtern. Dabei hilft zum Beispiel auch, wenn auf den schulischen Stundenplänen vermehrt Aktivitäten in der Natur angeboten werden. Aber auch eine üppigere Begrünung von Pausenhöfen tragen dazu bei. Das sei besonders deshalb so wichtig, da derzeit ca. 70 % der europäischen Bevölkerung in städtischen Regionen lebt. Und die Tendenz ist steigend.


Quelle: Natur_de


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