Kohlenstoffemissionen wird um 8% sinken, prognostiziert Internationale Energieagentur

Die Coronavirus-Pandemie hat zu einem beispiellosen Einbruch der Nachfrage nach fossilen Brennstoffen, aber nicht nach erneuerbaren Energien geführt. Der durch das Coronavirus verursachte Rückgang der Energienachfrage wird die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 in den Schatten stellen und zu einem jährlichen Rekordrückgang der Kohlenstoffemissionen um fast 8 Prozent führen.

Das geht aus der jüngsten Global Energy Review der Internationalen Energieagentur hervor, die die Auswirkungen der Pandemie auf alle wichtigen Brennstoffe untersucht hat und zu dem Schluss kam, dass Kohle, Öl und Gas am stärksten betroffen sein werden, wenn die erneuerbaren Energien ihren Anteil erhöhen. "Der Einbruch der Nachfrage nach fast allen wichtigen Brennstoffen ist erschütternd, insbesondere bei Kohle, Öl und Gas. Nur die erneuerbaren Energien halten sich während des bisher noch nie dagewesenen Einbruchs des Stromverbrauchs", sagte Dr. Fatih Birol, der Exekutivdirektor der IEA. "Es ist noch zu früh, um die längerfristigen Auswirkungen zu bestimmen, aber die Energieindustrie, die aus dieser Krise hervorgeht, wird sich deutlich von der vorhergehenden unterscheiden.

Prognose für 2020

Der Bericht sagt voraus, dass die weltweite Energienachfrage bis 2020 um etwa 6 Prozent sinken wird - was dem Verlust des gesamten Energiebedarfs Indiens entspricht - und dass erneuerbare Energien im gleichen Zeitraum bis zu 40 Prozent der weltweiten Stromerzeugung ausmachen werden. Kohle und Gas werden nicht nur durch die gesunkene Energienachfrage - vor allem aus der Industrie - unter Druck gesetzt, sondern auch durch neue grüne Energieprojekte, die kürzlich ans Netz gegangen sind. Die Analyse der IEA wird durch die Nachricht der vergangenen Woche gestützt, dass Großbritannien so lange wie seit der industriellen Revolution nicht mehr auf Kohlestrom verzichtet hat. Trotz der Widerstandsfähigkeit der erneuerbaren Energien im Jahr 2020 werde ihr Wachstum jedoch geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren, fügte die IEA hinzu. Auch die Kernkraft, eine weitere Quelle kohlenstoffarmer Elektrizität, ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr um 3 Prozent gegenüber dem Allzeithoch von 2019 zu sinken. Die Energieindustrie, die aus dieser Krise hervorgeht, wird sich deutlich von der Energieindustrie unterscheiden, die vor der Krise da war. Als Ergebnis dieser Trends - vor allem des Rückgangs des Kohle- und Ölverbrauchs - werden nach Angaben der IEA die weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen 2020 um fast 8 Prozent sinken und damit den niedrigsten Stand seit 2010 erreichen. Dies wäre der größte Emissionsrückgang, der jemals verzeichnet wurde - fast sechsmal so stark wie der bisherige Rekordrückgang von 400 Millionen Tonnen im Jahr 2009, der auf die globale Finanzkrise zurückzuführen ist. #GoingGreen #CO2Ausstoß


Quelle: IEA

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