Nachhaltig produzierte Baumwolle wird immer attraktiver – „Cotton made in Afrika“

"Cotton made in Africa" ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation (ABTF). Gegründet wurde sie 2005 vom Unternehmer Michael Otto. Die Organisation will Hilfe durch Selbsthilfe leisten, indem sie afrikanische Kleinbauern und Modeunternehmen miteinander verbindet. Im vergangenen Jahr wurden 580 000 Tonnen Baumwolle nach dem "Cotton made in Africa"-Standard (CmiA) zertifiziert. Damit, so die Aid by Trade Stiftung in Hamburg, sei die Menge an nachhaltig produzierter Baumwolle gegenüber dem Vorjahr um fast 17 Prozent gestiegen.

Baumwolle; Bild: Pixabay, lizensfreie Bilder

Alle teilnehmenden Textilunternehmen zahlen Lizenzgebühren für die zertifizierte Baumwolle, wie die ABTF mitteilte.


Das Geld werde in den Anbauregionen reinvestiert, beispielsweise in betriebswirtschaftliche Schulungen für die Kleinbauern oder in Projekte zur Förderung von Frauen.

Unterstützt und zertifiziert würden nur solche Unternehmen, die auf genverändertes Saatgut, künstliche Bewässerungen und gefährliche Pestizide verzichten, hieß es. Aktuell arbeite "Cotton made in Africa" mit rund einer Million Kleinbauern aus zehn Ländern Afrikas, darunter Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik und Nigeria.


Größter Abnehmer der CmiA-Baumwolle ist das Unternehmen des Gründers, die Otto Group mit seinem Tochter-Unternehmen Bonprix. Weitere große Abnehmer der zertifizierten Baumwolle seien die Rewe Group, Tchibo, Aldi und Asos. Insgesamt werden 46 Modemarken und Textilunternehmen mit Baumwolle der Initiative beliefert. Sie brachten im vergangenen Jahr knapp 103 Millionen Textilien mit dem CmiA-Label auf den Markt.


Nachhaltige Baumwolle spielt eine immer größer werden Rolle. Die Mitglieder des deutschen Textilbündnisses, die rund die Hälfte des deutschen Textilmarkts abdecken, haben sich das Ziel gesetzt, bis 2020 mindestens 35 Prozent ihres Bedarfs mit nachhaltiger Baumwolle zu decken. Zehn Prozent der Gesamtmenge davon muss Bio-Baumwolle sein. Bis 2025 soll der Anteil nachhaltiger Baumwolle dann auf 70 Prozent steigen, der darin enthaltene Anteil an Bio-Baumwolle auf 20 Prozent.


Quelle: T-Online


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