Norwegische Universität entwickelt Stammzellen um ausgestorbene Arten zu retten

Aktualisiert: 16. März 2019

Forscher der Universität Oslo in Norwegen arbeiten derzeit am Aufbau einer riesigen Biobank aus Zellmaterial, um die notwendigen Blaupausen für die zukünftige Produktion von im Labor gezüchtetem Fleisch sowie für die Erhaltung von stark gefährdeten Tieren zu schaffen.


Die Idee dazu wurde ursprünglich vom Stammzellforscher Dr. Gareth Sullivan entwickelt, um als eine Art zelluläre "Arche Noah" für Arten am Rande des Aussterbens zu fungieren. Dr. Sullivan war der zuvor im Klonteam von Dolly the Sheep tätig. Er begann mit der Herstellung der Stammzellen des nördlichen weißen Nashorns, einer Unterart des Nashorns, die derzeit nur aus zwei lebenden Weibchen besteht. Diese Art gilt dadurch funktionell als ausgestorben.



Auch Fleisch kann so entwickelt werden


Kurz nach der Gründung der Biobank erhielt Dr. Sullivan jedoch auch Anrufe von Unternehmen, die sich auf dem aufstrebenden Gebiet der kultivierten Fleischproduktion befassen - dem Anbau von synthetischem Fleisch in einer Laborumgebung. Dies veranlasste Dr. Sullivan, sein Projekt zur sogenannten "Frozen Farm" weiterzuentwickeln, einem Speicher für tierisches Zellmaterial, das zur künstlichen Fleischproduktion verwendet wird.


Das noch in den Kinderschuhen steckende Projekt könnte erhebliche Auswirkungen auf die globale Lebensmittelindustrie haben. Wenn Fleischprodukte in einer Laborumgebung angebaut werden, wird dafür kein lebendes Tier benötigt. Darüber hinaus kann die Produktion von synthetischem Fleisch die Umwelt auf verschiedene Weise positiv beeinflussen. Z.B. durch die Reduzierung des Platzbedarfs für den Anbau von Tierherden, die Verringerung des Treibhausgasausstoßes im industriellen Fleischsektor und die Verbesserung der Tierschutzstandards.


Dr. Sullivan hofft, in den nächsten 18 Monaten 18 brandneue Zelllinien zu etablieren, um die Grundlage für seine Frozen Farm zu schaffen. Es ist zu hoffen, dass das Interesse der Hersteller von synthetischem Fleisch an seiner Biobank zu zusätzlichen Mitteln führt, die auch zur Unterstützung seiner ursprünglichen Idee "Arche Noah" verwendet werden können. Die Arbeit von Dr. Sullivan stellt ein Sicherheitsnetz für diejenigen Arten dar, die vom Aussterben bedroht sind. Ein viel positiveres - und höchstwahrscheinlich kostengünstigeres - Mittel zur Erhaltung wäre jedoch sicherzustellen, dass sie erst überhaupt nicht aussterben.



Quelle: reset


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