Recyceln, für kostenlose Metro- und Busfahrkarten in Rom

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi hat kürzlich eine umweltfreundliche Pilotinitiative vorgestellt, die in der Ewigen Stadt immer beliebter wird. Unter dem Namen "Ricicli + Viaggi" (oder dem Programm "Recycle + Travel") erhalten Verbraucher, die leere Plastikflaschen recyceln, Gutschriften für kostenlose Fahrkarten im öffentlichen Nahverkehr.


Wie funktioniert es?

Pendler, die leere Plastikflaschen über eine dafür vorgesehene Presse recyceln, erhalten dann angesammelte Kreditpunkte, die als kostenlose digitale Fahrkarten eingelöst werden können. Für ein Standardticket muss man 30 leere Plastikflaschen recyceln. Das gleiche Standardticket, das für eine Metrofahrt oder 100 Minuten in einem römischen Bus gültig ist, kostet etwa 1,50 Euro.

Die umweltfreundliche Kampagne ist aus guten Gründen sehr attraktiv. Leere Plastikflaschen müssen sich auf römischen Straßen nicht mehr ansammeln, und die vergebenen Fahrkarten sind digital und nicht mehr aus Papier. Mit anderen Worten, die Abfall wird minimiert.


Viele Römer befürworten diese neue Art, Geld zu sparen, und es könnte nicht zu einem kritischeren Zeitpunkt kommen. Eine Studie aus dem Jahr 2017, die von der Beratungsgruppe Expert Market durchgeführt wurde, ergab, dass Italien auf Platz vier der verschwenderischsten Länder Europas lag. Die Ewige Stadt hat durch ihre dysfunktionale Abfallwirtschaft an Bekanntheit gewonnen. Mit nur drei großen Deponien - eine, die 2013 stillgelegt wurde und die anderen beiden, die von häufigen Bränden verwüstet wurden - ist Rom seither in einen Niedergang geraten, wobei der Müll nach Jahren der Vernachlässigung überall auf der Straße versickert.


Sowohl Touristen als auch Anwohner beklagen sich seit langem über den Müll, der in alten Denkmälern verstreut ist, den aufkeimenden Schädlingsbefall und die fehlende Sanitärstrategie. Viele aufeinanderfolgende Bürgermeister verschiedener Parteien haben bisher erfolglos darum gekämpft haben, die Abfallkrise der italienischen Hauptstadt zu lösen. Vor dem Trash-for-Ticket-Programm war das Recycling lückenhaft und sehr ineffizient.


"Die Situation war ziemlich katastrophal", sagte der Präsident der Umweltgruppe Legambiente Stefano Ciafani. "Rom hat es versäumt, ein effizientes System für die differenzierte Abfallsammlung zu schaffen, wie es Mailand getan hat. Und es hat nicht die Recyclinganlagen gebaut, die für eine Stadt mit drei Millionen Einwohnern von grundlegender Bedeutung sind."


Aber es gibt einen Lichtblick, seit Raggi 2016 als erste Bürgermeisterin in der römischen Geschichte ihr Amt antrat. Während Raggi einen stürmischen Start hatte, der tief verwurzelte Wege bekämpfte, ist diese neue Pilotinitiative zum Tausch von Kunststoff gegen Transitkredite ein Schritt in eine positivere, umweltfreundlichere Richtung.


Da Ricicli + Viaggi noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es in Rom derzeit nur drei U-Bahn-Stationen des öffentlichen Verkehrs, welche die Recyclingmaschinen anbieten. Dennoch wurden bisher mehr als 350.000 Flaschen recycelt, und es ist zu hoffen, dass die Zahlen weiter steigen werden.


Raggi sagte fröhlich: "Wir sind die erste große europäische Hauptstadt, die diese Innovation präsentiert."


Der Roll-out der Ewigen Stadt folgt auf ähnliche Programme, die bereits in Peking und Istanbul durchgeführt werden.


Quelle: BBC


#Kunstoffflaschen #Rom #Müllvermeidung #Abfallsammeln #ÖPNV #Rcycling #Busfahrkarte #Fahrkarten #Plastikflaschen

Adresse

Effektvoll

Mühlenstraße 8a

14167 Berlin

  • Instagram - Schwarzer Kreis
  • Facebook - Schwarzer Kreis
  • LinkedIn - Schwarzer Kreis

Kontakt

team@effekt-voll.com

oder 

Kontaktseite

Rechtliches

Datenschutzerklärung

Impressum

Newsletter

©2019 Effektvoll