Schmerz lass nach – neue Entscheidungsfindung zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen

Zunächst ist ein Bandscheibenvorfall keine gute Nachricht. Das bessert sich im Laufe des Artikels…. Oft bildet sich ein solcher Vorfall durch eine konventionelle Physiotherapie und dem Einsatz von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten zurück. Was aber, wenn eine Operation unumgänglich ist?


Die optimale Bestimmung der Behandlungsmethode – Entfernung der ausgetretenen Bandscheibenmasse oder Versteifung der betroffenen Wirbel –, die dann zu einem wünschenswerten, weil schmerzfreien, Ergebnis führen könnte, haben Forscher des Mechanical System Engineering Lab an der Eidgenössischen Material- und Prüfungsanstalt (Epma) in Zusammenarbeit mit der Abteilung für orthopädische Operationen der Universität Pittsburgh nun herausgefunden.

Während die Entfernung eines Bandscheibenvorfalls heute meist minimalinvasiv erfolgt, bleibt eine Versteifung ein riskanter und invasiver Eingriff. Die Wahl der OP-Methode hat, neben den Erfolgsaussichten, auch einen hohen Einfluss auf die Gesundheit und die subjektive Schmerzfreiheit nach dem jeweiligen Eingriff selbst. Zur Wahl der richtigen OP-Methode könnte es nun Entwarnung geben.


Und das ist die gute Nachricht!'


Die Forschenden haben festgestellt, dass die Entscheidung der zu wählenden OP-Methode bisher maßgeblich über zwei Röntgenbilder getroffen: eines im aufrechten und eines im vornübergebeugten Zustand. Viel wichtiger als der Anfangs- und Endzustand der Wirbel und Bandscheibe ist jedoch das Verhalten der Wirbelkörper während der Bewegung. Dazu erstellte man während der Bewegung bei sieben Bandscheibenpatienten derselben Altersgruppe eine kontinuierliche dynamische Röntgenaufnahme. Aus den Aufnahmen konnten die Forscher dann errechnen, wie sich nun die Wirbel tatsächlich in der Rotation sowie flach zueinander bewegten.


Aus der bisherigen Methode – Anfangs- und Endbild – abgeleitet, wurde bei drei von sieben untersuchten Patienten eine Verschiebung von weniger als 0,4 mm errechnet. Nach der neuen Methode konnten jedoch im Laufe der Bewegung Verschiebung bis zu 4,6 mm, also dem 11-fachen Wert, ermittelt werden.


Bei der herkömmlichen Betrachtung wäre bei den drei Patienten eine minimalinvasiv durchgeführte Entfernung der Bandscheibe möglicher Weise die Wahl der Behandlungsmethode gewesen. Ein Erfolg wäre jedoch zweifelhaft. Denn nach der neuen Methode war erkennbar, dass erst eine Wirbelversteifung die erhoffte Linderung gebracht hätte.


Noch sind jedoch weltweit dynamische Röntgengeräte erst wenige im Einsatz - und die Berechnungen der Bewegungen sind sehr komplex.

«Im Moment existiert die Technologie erst in der Forschung. Wir sind aber in der Frühphase des Übergangs – eines Tages könnten die Geräte Klinikalltag sein»,

erklärt Ahmed Aiyangar, Co-Leiter des Forschungsprojektes an der Epma.


Bis dahin könnte es zumindest sinnvoll sein – so der Vorschlag von Aiyangar-, statt der bisher nur zwei Bilder mehrere Röntgenaufnahmen in verschiedenen statischen Zuständen zu erstellen und zu vergleichen.


Quelle: scinexx


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