Schonwaschgang - schont die Wäsche, nicht aber die Umwelt!

Zunächst klingt die Überschrift vielleicht nicht gerade nach einer guten Nachricht. Nach dem Lesen des Artikels könnten wir jedoch die entscheidenden Einstellungen an der Waschmaschine treffen, die der Umwelt gut tun.


Ob im Ozean, in Flüssen, im Boden, in der Luft oder im Eis der Polargebiete: Mikroplastik findet sich längst überall. Eine Hauptquelle von Mikroplastik-Fasern sind jedoch Fleecepullis und andere Kleidung aus synthetischen Materialien. Vor allem beim Waschen lösen sich die mikroskopisch kleinen Fasern aus dem Gewebe und werden mit dem Abwasser in die Kanalisation gespült. Weil die meisten Kläranlagen diese Mikrofasern nicht herausfiltern können, gelangt das Mikroplastik so in Flüsse und Umwelt.

Fleece und Mikrofaser - kuschelig weich

Wieviele Mikroplastik-Fasern beim Waschen frei werden, hat Max Kelly von der Newcastle University zusammen mit Kollegen untersucht. Für die Tests wurden Probestücke aus schwarzen Polyester-T-Shirts geschnitten. Die wurden zwar mit der gleichen Waschmittelmenge, aber in verschiedenen Waschprogrammen gewaschen. Die Unterscheidungen waren unter anderem in der Waschtemperatur, der Dauer, dem Wasservolumen und der Umdrehungsgeschwindigkeit der Trommel. Danach wurde das Abwasser filtriert und die Mengen an Mikrofasern mithilfe einer Spezialkamera festgehalten.

„Entgegen den Erwartungen haben wir festgestellt, dass der Schonwaschgang am meisten Plastik-Mikrofasern ins Wasser und damit in die Umwelt freisetzt“,

berichtet Kelly.


Bei der ersten Wäsche der Proben im Schonwaschgang entstanden 800.000 Mikrofaserpartikel mehr als beim normalen Buntwäsche-Kurzprogramm. Als Grund für diesen Vorgang nennen die Forscher um Kelly das Wasservolumen als entscheidenden Faktor. Kelly weiter:

„In den Schonwaschgängen wird mehr Wasser verwendet, um sensible Kleidung vor Schäden zu bewahren. Dafür jedoch spült dieses Wasser mehr Fasern aus dem Material aus.“

Daher empfehlen die Forscher für Fleece- und andere synthetische Kleidung Waschprogramme mit kleinem Wasservolumen (Kurz- oder Umweltprogramme) zu nutzen und die Waschmaschine voll zu beladen.


So werden nicht nur weniger Mikrofasern ausgespült, es wird auch beim Wasser- und Energieverbrauch gespart.


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Quelle: SCINEXX

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