Steine können jetzt auch Strom speichern

Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie zum Beispiel aus Windräder oder Solaranlagen haben einen Nachteil: sie sind nicht immer verfügbar. Diese Lücken können jedoch geschlossen werden. Mit einem Stromspeicher. Ganz neue Wege geht man dabei in der Hansestadt Hamburg bei GAMESA, der Umweltsparte von Siemens.


Die Idee: In Steinen die Energie in Form von Wärme speichern! Aus dieser Idee ist nun der weltweit erste Elektrisch-Thermische-Energie-Speicher entstanden. Als Speichermedium hat sich Vulkanstein angeboten.

Foto: Vulkansteine auf Island, Pixabay, lizensfreie Bilder

Vulkanstein gibt es überall und meist liegt er einfach so unbeachtet herum. Jedoch kann dies unscheinbare und gräulich aussehende Stein mit einem Durchmesser von 5 bis 10 Zentimeter so viel mehr. Auch Hasan Oezdem, Leiter Forschung und Entwicklung bei Siemens Gemesa, hätte vor Jahren nicht daran gedacht, dass dieser kleine Stein so großes leisten wird. Noch vor 10 Jahren haben er und sein Team versucht, die eigene große Idee klein zu reden: einen aus Steinen bestehenden Energiespeicher zu nutzen.

"Wir haben etliche Jahre gebraucht, um die Gesteinsart festzulegen. Das geht nicht theoretisch, also haben wir Versuchsanlagen gebaut",

so Oezdem. Sie haben gemessen, wie eine Menge Steine Wärme aufnimmt. Und über die Jahre hat sich damit nicht nur die Idee, sondern auch der Vulkanstein bewährt. Der Stein ist günstig, ohne Probleme für die Umwelt und massenhaft verfügbar!


So ist nun in Hamburg Altenwerder im Hafen der erste Elektrisch-Thermische-Energie-Speicher (ETES) entstanden. Die Anlage kann 30 Megawatt-Stunden aus überschüssiger regenerativer Energie in Form von Wärme aufnehmen. Mit gerade mal ein Grad Temperaturverlust pro Tag ist diese Art des Speichers einmalig. Und bei Bedarf kann die Hitze wieder in Strom umgewandelt und dem Netz zugeführt werden.


Die Abschaltung der Atom- und Kohlekraftwerke ist beschlossene Sache.


Bisher übernehmen konventionelle Kraftwerke die Aufgabe, Netzschwankungen auszugleichen. "Deswegen sinken unsere CO2-Werte nicht", erläutert Gerhard Schmitz von der Technischen Universität Hamburg. Und weiter: "Hier müssen wir unbedingt Alternativen finden."


Speicher mit 300 Megawatt-Stunden geplant!


Der ETES ist eine solche Alternative. Und es ist eine Technik, die bekannt ist: die Wandlung von Wärme in einem Dampf-Stromkreislauf mit einer Turbine "von der Stange". Nur, dass die Energie aus Steinen kommt und nicht mehr aus fossilen Brennstoffen. Als nächstes planen sie eine Speicher mit 300 Megawatt-Stunden und nach oben sind keine Grenzen gesetzt!


Quelle: ZDF


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