Wie hängen ein digitales Klassenzimmer und der Nummer eins Platz in der Pisa Studie zusammen?

Aktualisiert: 9. Juni 2018

Estlands digitales Klassenzimmer ist Spitze in Europa. Lehrer arbeiten hauptsächlich mit Smartboards, die Unterrichtsbücher sollen schon in Kürze komplett digital sein: In Estland ist das digitale Klassenzimmer Alltag - und ein Erfolgsmodell. Das kleine baltische Land rückte im PISA-Ranking auf Platz eins in Europa vor.


Im Schnitt gibt Deutschland pro Schüler mehr aus


Während Deutschland im Jahr 2018 einen längst überfälligen Digitalpakt schmiedet und mit fünf Milliarden Euro schnelles Internet an die Schulen bringen will, sind digitale Klassenzimmer in Estland längst Alltag. Nur am Geld kann das nicht liegen: Fünf Prozent seiner Wirtschaftsleistung gibt Estland laut OECD für Bildung aus, wenig mehr nur als Deutschland mit 4,3 Prozent. Pro Schüler gibt Deutschland sogar im Schnitt deutlich mehr aus: 7.330 Euro jährlich, in Estland sind es nur 5.800 Euro.


Estlands Bildung ist jedenfalls ein Erfolgsmodell, und die Offenheit für Neues, auch für digitale Technik im Unterricht, wird dabei sicherlich eine Rolle spielen. Inzwischen haben die Esten bei den PISA-Ergebnissen sogar den langjährigen Klassenprimus Finnland von Platz 1 in Europa verdrängt. Dabei gehe es nicht um ein absolutes und blindes Vertrauen auf alles Digitale, betont Schuldirektor Kaaerel Rundu:


"Das heißt, obwohl das estnische Bildungsministerium 2020 alle Lehrbücher digital haben möchte, heißt das nicht automatisch, dass wir 45 oder 90 Minuten alles digital machen. Das Curriculum der Schulen ist so aufgebaut, dass es acht verschiedene Grundkompetenzen gibt. Und das Letzte, das hinzugefügt worden ist, sind die digitalen Kompetenzen. Das heißt: Wie schütze ich mich? Datenschutz, meine digitale Identität. Wie benehme ich mich im digitalen Bereich?"

"Dieses Digitale ist inzwischen Teil unserer DNA"


Was unterscheidet also Estland von anderen Ländern wie Deutschland, wenn es ums Digitale geht? Die Esten seien einfach pragmatischer, hätten immer sofort Lösungsansätze im Blick anstatt sich zu lange mit Problemen aufzuhalten, sagt die Historikerin Kristina Kalas von der Uni Tartu:


"Dieses Digitale ist inzwischen Teil unserer DNA, könnte man sagen. Es ist unumkehrbar, es verschafft uns einen Platz auf der Weltkarte – und das ist immens wichtig für ein kleines Land wie Estland, das kein Öl oder andere Rohstoffe hat."

Für dich:

Wir sind in unseren Schulen zwar noch nicht so vorbildlich aber es gibt ein paar ziemlich gute private Beispiele. Zum Beispiel die Coding und Digital-Werkstätte die Verena Pausder ins Leben gerufen hat.


Quelle: Deutschlandfunk


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