Wiederverwendeter Kaffeesatz bietet eine nachhaltige Alternative zu Bekleidungspigmenten

Wissenschaftler der Iowa State University (ISU) haben kürzlich eine natürliche Alternative zu synthetischen Bekleidungsfarben vorgestellt. Diese natürliche Alternative wird aus gebrühtem Kaffeesatz gewonnen.


Kaffeesatz und filter

Das Forschungsteam, angeführt von ISU-Assistenzprofessor Chunhui Xiang und dem Doktoranden Changhyun "Lyon" Nam, fand eine mögliche Alternative. Sie nutzen ihren restlichen Kaffee, um Kleidung Farbe zu verleihen. Nun könnte Kaffeesatz, anstatt die Deponiedichte und die Einwegabfälle zu erhöhen, in eine weitere hochwertige Ressource umgewandelt werden.


Kaffeesatz ist eine gute Alternative, weil Millionen Menschen täglich Kaffee trinken, was bedeutet, dass es ein ausreichendes Angebot an Kaffeesatz gibt, der hochgefahren und von Deponien weggeleitet werden kann. Aus dem Kaffeesatz können Brauntöne gewonnen und an verschiedene Textilien und Gewebe gebunden werden.


Natürlich gibt es noch immer die Herausforderung des Ausbleichens, sowie der Reproduktion gleichbleibender Farbtöne. Während die Verwendung von Pigmentfixiermitteln dazu beiträgt, die Farbe an das Gewebe zu binden und das Verblassen zu reduzieren, erweist sich die Erzeugung gleichmäßiger Farbtöne, die mit einer Vorlage übereinstimmen können, als komplexer. Es bedarf weiterer Forschung, bevor die wiederverwendeten Kaffeesorten für die Massenproduktion von Pigmenten bereit sein können.


"Ein Nachteil ist, dass es schwierig ist, die Menge zu messen, die benötigt wird, um die gleiche Farbe zu erhalten", erklärte Xiang.


"Es kann einen Unterschied in der Art der Bohnen geben, oder vielleicht wurde der Kaffee zweimal gebrüht. Eine genaue Übereinstimmung zu finden, ist eine Herausforderung, besonders für Hersteller."


Xiang behauptete jedoch, dass die Farbtonkonsistenz durch eine veränderte Einstellung der Verbraucher überwunden werden kann.

Wenn es den Verbrauchern gelingt, ihre Interessen so umzugestalten, dass sie die Einzigartigkeit der Farben akzeptieren und nicht ihre Konsistenz verlangen, dann kann die Wiederverwendung von Kaffeesatz als nachhaltige Quelle ein lohnendes kommerzielles Unterfangen sein.

Historisch gesehen wurden Textiltöne ursprünglich von Pflanzen und Mineralien bezogen. Die Industrialisierung zwang die Textilbranche jedoch, auf Kunststoffe umzusteigen, da sie im Labor kostengünstiger hergestellt werden konnten. Mit der Zeit sind diese Kunststoffe immer weniger umweltfreundlich geworden. Da die Textilindustrie mehr als 2 Millionen Tonnen Chemikalien für ihre synthetischen Pigmente verwendet, hat sich in der heutigen Gesellschaft eine wachsende Bewegung vollzogen, um nachhaltigere Quellen wie z.B. wiederverwendeten Kaffeesatz zu finden.


Quelle: Taylor and Francis Online


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