Wenn der Wind übers Hausdach weht, könnte damit zukünftig Strom erzeugt werden!

Das Dach als Energielieferant – das kennen wir bisher nur aus der Solarstrom-Erzeugung. Nun jedoch haben Forscher aus den USA eine kompakte Windanlage gebaut. Diese kommt nicht nur weitgehend ohne bewegliche Teile aus, sondern ist darüber hinaus sehr leise – und eben kompakt! Damit könnte sogar auf Häusern und Gebäuden in Städten Strom erzeugt werden.


Wenn wir an Windstrom denken, sehen wir vor unserem geistigen Auge zig-Meter hohe Windräder mit riesigen Rotoren. Alle bisherigen Versuche, daraus kleinere Windkraftanlagen für zuhause zu machen, scheiterten. Jetzt aber scheint die neue Art der Windnutzung der Einstieg in die individuelle Energiegewinnung aus Windkraft zu sein.

Ein Flugzeugflügel steht Pate bei der Stromerzeugung

Die Idee entnahmen die Forscher um den Maschinenbauingenieur Brent Houchens am Sandia National Laboratories, einer Forschungseinrichtung des US-Energieministeriums, dem Flugzeugbau. Sie fanden heraus, dass sich die gekrümmte Form der Tragflächen für ihre Idee nutzen ließe. Wird der Wind über die Tragflächen geführt, wird der Luftdruck auf beiden Seiten der Flügel verändert und erzeugt Auftrieb. Nun wurden zwei Tragflächen aneinandergehängt und so ausgerichtet, dass sich die Wirkung der einen Tragfläche durch die Strömung der anderen verstärkt wurde. Die Windleistung wurde durch diese Anordnung der beiden Tragflächen deutlich erhöht.


Diese Erkenntnis wurde in die Windkraftanlage übernommen. Zwei senkrecht angeordnete Flügelpaare werden dem Wind direkt zugewandt. Streicht nun der Wind an den Tragflächen vorbei, entsteht zwischen den beiden Tragflächen ein Unterdruck, der Luft durch Schlitze in ihren teilweise hohlen Körper nachströmen lässt. Die Luftbewegungen wiederum treibt eine kleine in einer Röhre untergebrachten Turbine an, die dann den Strom erzeugt.


Trotz der kompakten Konstruktion kann das Gerät in Relation zu bisherigen Windrädern mit dem zur Verfügung stehenden Wind mehr leisten. Darüber hinaus erzeugt das AeroMINE („MINE“ bedeutet: Motionless, Integrated Extraction, bewegungslose, integrierte Extraktion) nicht dieselben Geräusche wie normal Turbinen und sollen leiser als ein Ventilator sein. Durch die Anordnung der wenigen beweglichen Teile können darüber hinaus weder Menschen noch Tiere durch die Schaufeln gefährdet werden.


Das System wurde so entworfen, dass es zusammen mit einer Solaranlage eines Daches kombiniert werden kann, und somit einen weiteren Vorteil bei der Stromgewinnung bietet: während die Sonne nur tagsüber scheint, weht der Wind auch nachts.


Praxistest ab Juni


Im Juni soll eine vier Meter hohe Version des Gerätes auf einem einstöckigen Gebäude in der Scaled Wind Farm Technology (SWiFT)-Anlage getestet werden. Kritische Stimmen sind der Meinung, das System lasse sich möglicherweise nicht skalieren, um Energie effizient und im Vergleich kostenneutral oder günstiger als bisher zu erzeugen. Houchens und seine Kollegen wiederum sind überzeugt, dass AeroMINEs bei geeigneten Windverhältnissen wettbewerbsfähig zu den derzeitigen Kosten von Solarstrom sei. Auch das soll der Praxistest zeigen.


Quelle: Edison


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