Manuka-Honig in der Chirurgie: Honig statt Antibiotika

Aktualisiert: 7. Dez 2019

Da die Krise der Antibiotikaresistenz andauert, suchen Forscher nach Ersatzstoffen, die helfen können, eine Infektion zu verhindern. Eine Lösung für die Antibiotikaresistenz könnte ein altes Mittel sein - Manuka-Honig. Honig wird seit der Antike und Tausende von Jahren vor der Entdeckung von Bakterien zur Behandlung von Infektionen verwendet.

Biene an Blüte

Es wird angenommen, dass der meiste Honig einige Bakterien abtötende Eigenschaften hat, weil er Chemikalien enthält, die Wasserstoffperoxid produzieren.


Eine neuseeländische Studie aus dem Jahr 1991 zeigte jedoch, dass Manuka - hergestellt aus Nektar, der von Bienen gesammelt wurde, die auf dem wilden Manuka-Baum Futter suchten - die einzige Art war, die ihre Fähigkeit zur Abtötung von Bakterien beibehielt, wenn man das Wasserstoffperoxid aus einer Reihe von Honigen entfernt.


Eine neue Studie hat nun die potenziellen Vorteile der Infusion von medizinischen Implantaten mit Honig aufgezeigt.


Honig in der Chirurgie

Neue Forschungen haben gezeigt, dass die Lagerung winziger Mengen Manuka-Honig zwischen den Schichten des chirurgischen Netzes als natürliches Antibiotikum wirkt, das Infektionen nach einer Operation verhindern könnte.


Solche feinen Netze werden verwendet, um die Heilung von Weichgewebe im Körper nach einer Operation zu fördern und sind häufig bei Operationen wie der Hernienreparatur zu finden. Bisherige Netze bergen jedoch ein erhöhtes Infektionsrisiko, da die Bakterien in der Lage sind, durch die Bildung eines Biofilms auf der Oberfläche des Netzes den Körper zu erfassen. Hier kommt nun der Manuka-Honig zum Einsatz. Die Forscher entwickelten eine Beschichtung aus einer hauchdünnen Honigschicht, die zwischen zwei biokampatiblen Polymerschichten liegt. Dieses "Honigsandwich" ist lediglich nur zehn bis 20 Nanometer dünn. Zu mehreren übereinander gelegt wird sie als Schutzschicht auf das chirurgische Netzmaterial aufgetragen. Der Honig wird so nach und nach kontrolliert freigesetzt und hemmt so die Vermehrung von Erregern, darunter auch muliresistente Keime.


Haut- und Weichteilinfektionen sind die häufigsten bakteriellen Infektionen, die etwa 10% der Krankenhauseinweisungen ausmachen, und ein erheblicher Teil davon sind Sekundärinfektionen nach einer Operation.


Derzeit wird jede Infektion mit Antibiotika behandelt, aber das Auftauchen von antibiotikaresistenten Stämmen - oder "Superbugs" - bedeutet, dass Wissenschaftler auf der Suche nach Alternativen sind. Und Manuka kann eine Alternative sein.


Dr. Mancuso, Forscher der Studie, sagt:

"Mit unserer Studie haben wir die vielversprechende Kombination eines natürlich gewonnenen antibakteriellen Wirkstoffs mit einem nanotechnologischen Ansatz nachgewiesen, was sich auf das Design und die Entwicklung neuartiger Medizinprodukte mit fortschrittlicher Funktionalität übertragen lässt."

Quelle: HealthEuropa.eu


#ManukaHonig #Antibiotika #Studie #Medizin #Heilung

Adresse

Effektvoll

Mühlenstraße 8a

14167 Berlin

  • Instagram - Schwarzer Kreis
  • Facebook - Schwarzer Kreis
  • LinkedIn - Schwarzer Kreis

Kontakt

team@effekt-voll.com

oder 

Kontaktseite

Rechtliches

Datenschutzerklärung

Impressum

Newsletter

©2019 Effektvoll