Biogas – jetzt gibt es eine blühende Alternative

Die Produktion von Biogas wird bisher sehr kontrovers diskutiert. Zum einen bietet Biogas einen Brennstoff aus nachwachsenden Rohstoffen und weist damit eine deutlich bessere Klimabilanz als fossile Brennstoffe aus. Zum anderen aber ist die am häufigsten verwendete Pflanze der Mais. Allein in Deutschland werden dafür rund 1 Million Hektar mit Mais bewirtschaftet. Diese Monokultur ist jedoch eine ökologische Wüste: die Pflanze ist zwar grün, von Artenvielfalt aber so weit entfernt, wie die Erde von der Sonne. Das geht auch anders!

Wie, dass zeigen Versuche mit blühenden Wildpflanzen. Malve, Luzerne, Rainfarn, Rotklee, Beifuß, Sonnenblumen zum Beispiel wurden in einem Projekt der Umweltorganisation Nabu ausgebracht. In Baden-Württemberg wurden dazu auf mehreren Flächen Wildpflanzenmischungen mit 20 bis 30 Arten gesät. Der Ertrag für die spätere Biogasproduktion ist zwar deutlich geringer als z. B. bei Mais.


Die Natur jedoch hat einen erheblichen Nutzen!


Denn anders als bei den meisten Feldfrüchten gibt es keine Bewirtschaftung für ein oder zwei Jahre, sondern über einen längeren Zeitraum. Die Wildpflanzen können im Spätsommer geerntet und gehäckselt für die Biogasanlage eingelagert werden. Die unteren Pflanzenteile bleiben im Boden. Das schützt diesen vor Erosion.

„Da der Boden nur sehr wenig bearbeitet wird, wird die Mikroflora und -fauna verbessert, was seine Widerstandsfähigkeit stärkt“,

sagt Moritz von Cossel von der Universität Hohenheim, der das Vorhaben begleitet hat. Und weiter:

„Die verschiedenen Pflanzen bieten Lebensraum für verschiedene Insekten, was weitere ökologische Nischen schafft.“

Strom-Konsumenten lassen sich das durchaus etwas kosten. Die rund 350 „Bienenstrom“-Kunden der Stadtwerke Nürtingen zahlen dafür einen Cent pro Kilowattstunde mehr. Damit sollen die Mindererträge von Wildpflanzenflächen kompensiert und Anreize für Landwirte gesetzt werden.


Und das Projekt des Nabu bleibt kein Einzelfall. Die Veolia Stiftung, der Deutsche Jagdverband und die Deutsche Wildtier Stiftung haben mit dem Projekt „Bunte Biomasse“ das Ziel, 500 Hektar Energiemaisfelder durch Wildpflanzen zu ersetzen.


Quelle: Der Tagesspiegel


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