Essen vor dem Müll retten, diese App macht es möglich

Aktualisiert: 1. Juli 2019

Laut einer Studie der Universität Stuttgart wandern in Deutschland jährlich rund 13 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Etwa 40 % davon stammen aus den Kühlschränken und Küchen privater Haushalte. Gründe dafür sind schlechte Planung beim Einkauf, falsche Lagerung und wenige Wertschätzung für Essen und Trinken. Ein Berliner Start-Up hat - zumindest für Betriebe - eine Lösung: Die App "Too Good To Go".


Mit dieser App können Restaurants, Bäckereien, Cafés, Hotels und Supermärkte überschüssiges Essen zu vergünstigten Preisen an Selbstabholer anbieten. Einzige Voraussetzung: mindesten 50 % Nachlass. Dann kann sich jeder Nutzer der App seine Portion sicher kurz vor Ladenschluss abholen - auch mit eigenen Tüten und Behältern.


Und so funktioniert's: Nutzer können sich am Morgen einen Online-Coupon kaufen. Mit diesem können Sie sich dann kurz vor Ladenschluss Waren raussuchen. In einem Beispiel aus Ravensburg kauften zwei Studenten einen Online-Coupon im Wert von 3,50 Euro. Dafür konnten Sie sich am Abend dann für neun € aussuchen.

„Einfach großartig und für den schmalen Studentengeldbeutel bestens“, sagen sie und fügen hinzu, „und wenn man damit noch etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tun kann, umso besser.“

Und: „Es ist so einfach und so logisch. Mit diesem System gibt es eigentlich nur Gewinner – die Kunden, die Betriebe und die Natur.“


Derzeit sind rund 2.800 Partnerbetriebe in rund 400 Städten bei der App gelistet. So sind auch in Ravensburg bereits vier Betriebe am Start. Bereits in kurzer Zeit konnten so über 1000 Mahlzeiten vor dem Gang in die Tonne gerettet und damit gleichzeitig rund 2,5 Tonnen CO2 vermieden werden.

„Wir setzen uns für eine Welt ein, in der produzierte Lebensmittel auch konsumiert werden. Unser Auftrag lautet dabei: Essen retten, Geld sparen und die Welt verbessern“,

sagt Franziska Lienert, Sprecherin des Berliner Start-ups


Kritische Stimmen merken an, das Konzept könne den regionalen Tafeln die Essensspenden streitig machen. Doch diese Sorge kann Lienert leicht entkräften: „Die traurige Wahrheit ist, dass so so viele Lebensmittel verschwendet werden, dass für alle Tafeln und unsere Kunden mehr als genug Portionen und Spenden übrig bleiben. Und natürlich wollen wir niemandem etwas wegnehmen. Im Gegenteil: Wir wollen dafür sorgen, dass Lebensmittel wieder wertgeschätzt werden.“ Außerdem hat „Too Good To Go“ in einigen Großstädten wie München, Frankfurt, Berlin und Hamburg bereits Partnerschaften mit den Tafeln aufgenommen.


Quelle: Schwäbische Zeitung, Unsplash


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