Erfolg zur Rettung der Korallen: Forschern gelang die Zucht von Kaktuskorallen im Labor

Auf der gesamten Welt werden Korallenriffe durch den Klimawandel erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Rund 75 % aller Riffe sind bedroht, die restlichen 25 % bereits irreparabel geschädigt. Auch das Great Florida Reef als einziges lebendes Korallenbarriereriff Nordamerikas und drittgrößtes Riff der Welt ist unmittelbar bedroht.


Dem Florida Aquarium, in innovatives Meeresforschungsinstitut in Tampa, Florida, ist es nun zum ersten Mal gelungen, Korallen künstlich in einer Laborumgebung zu züchten. An dem Erfolg waren außerdem die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission sowie NOAA Fisheries (National Oceanic and Atmospheric Administration National Marine Fisheries Service) beteiligt.


Der erste Durchbruch gelang bereits im August 2019. Damals war es dem Labor erstmals geglückt, atlantische Korallen, die gefährdete Säulenkoralle zu züchten. Nun konnte im April 2020 an diesem Erfolg mit der Zucht der Kaktuskoralle angeknüpft werden.

Den Forschern ist es gelungen, die unterschiedlichsten Umweltbedingungen, die den Fortpflanzungszyklus der Koralle stimulieren, korrekt zu simulieren. Zu diesen Faktoren gehören u. a. Wassertemperatur, Gezeiten, Sonnenauf- und -untergänge. Eine nicht gerade leichte Aufgabe, die das Labor des Florida Aquariums jedoch gelöst hat. Die „Korallenpfleglinge“ wurden dazu in Gewächshäusern untergebracht, um einen natürlichen Tag-Nacht-Zyklus zu gewährleisten, während die Temperatur das ganze Jahr über genau kontrolliert wird, um ideale Bedingungen für die Zucht nachzuahmen.


Die Kaktuskoralle ist eine sogenannte brütende Koralle. Nur ihre Spermien – und nicht ihre Eier – gelangen ins Wasser. Die Befruchtung und Larvenentwicklung findet innerhalb der Elternkoralle statt, die dann ausgewachsene Larven freisetzt. Brütende Korallen setzen im weniger, aber größere Larven frei. Die vom Florida Aquarium gezüchteten Larven zählen zu den größten, die jemals erfasst wurden. Nach der Freisetzung tragen die Larven die symbiotischen Algen der Elterntiere auf sich, was für ihr Überleben und die Schaffung neuer Riffe essenziell ist.


Die Schäden an Barriereriffen tragen dazu bei, dass Korallen bestimmter Arten oft zu weit voneinander entfernt sind, um sich fortzupflanzen zu können. Aber vielleicht gelingt es dem Florida Aquarium ja, sogenannte "Korallenbögen" zu produzieren, die aus gefährdeten Arten wie Säulenkorallen und Diademseeigeln bestehen. Diese in der freien Natur ausgesetzt können dafür sorgen, um diese Lücken zu schließen und neue Korallenkolonien anzustoßen.


Die Gesundheit der Korallenriffe ist für das langfristige Überleben aller marinen Ökosysteme von zentraler Bedeutung. Denn obwohl nur zwei Prozent des Meeresbodens von Korallenriffen bedeckt sind, erhalten sie rund 25 Prozent des gesamten marinen Lebens und dienen als wichtige Kinderstube und Brutstätten für eine Vielzahl von Arten. Für den Erhalt der Korallenriffe sind wirksame Maßnahmen, um den Klimawandel aufzuhalten, unerlässlich. Ohne diese können Korallenriffe auch nicht mit künstlicher Korallenzucht gerettet werden.


Quelle: RESET


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